Berichte

16.07.2022 – 1. Workingtest “Wilde Mugg”

In der Vor-Coronazeit hat im Juli am gleichen Ort immer unser WT “Alt trifft Jung” stattgefunden.
 
Aber 90 Teams an einem Wochenende klappt nicht unter den Gegebenheiten.
 
Deshalb kam uns der Gedanke, diesen nicht zu ersetzen, aber zu überbrücken oder zu ergänzen.
So kam die “1. Wilde Mugg” zustande.
Der Name ist Programm, das Gelände im Wald und mit Bächen durchzogen, es summt, es schwirrt, mal mehr, mal weniger, je nach Wetterlage, aber wirklich „muggenfrei“ fast überhaupt nicht.
 
Wir bedanken uns, bei allen Beteiligten, dem Landkreis, dem Ordnungsamt, den Startern und Richtern.
 
Der besondere Dank gilt den Helfern, weil ohne diese mal gar nichts geht.
Wir waren nach der langen Pause noch nicht wieder gänzlich eingespielt, aber „stets bemüht“ 🙂 und haben zumindest versucht, Euch den Start und den Aufenthalt bei dieser Veranstaltung angenehm zu gestalten.
 
Wir würden uns freuen, wenn man sich nächstes Jahr wieder sieht.
 
Danke an Ursel Friedrich und Kathrin Golze, sie haben die Aufgaben kurz zusammen gefasst.
 
Eure Marleen Baumann
 
 
 
 
 
 

Aufgaben Ursel Friedrich

(Aufgabenbeschreibung Ursel Friedrich)

 

Aufgabe 1:

2 Markierungen auf einem gras- und farnbewachsenen Waldweg.

Das Team schaute zunächst zum einen Schützen/Werfer, dort fiel nach dem Schuss das Dummy in ca. 30 m Entfernung hinter Farnstauden auf den Weg.

Sobald dieses Dummy gefallen war, folgte ein weiterer Schuss von hinter dem Team, das sich daraufhin umdrehte und den Wurf des 2. Dummys – ebenfalls in 30 m Entfernung – beobachtete.

Nach Freigabe wurde zuerst das 2. Dummy geholt, danach selbständig das zuerst geworfene, das inzwischen zum Memory geworden war.

 

Aufgabe 2:

In einem rundum von Wald umgebenen, steil ansteigenden Gelände, das an dieser Stelle mit viel Gebüsch, hohem Gras und sehr viel Totholz versehen war, lagen 6 Dummies.

Jeweils 2 Teams wurden auf dem Weg positioniert und abgeleint, bevor oberhalb des Suchengebiets eine Minitreibjagd mit Schüssen und Rufen stattfand.

Danach wurden die Hunde abwechselnd zur Suche geschickt. Der jeweils nicht arbeitende Hund war angeleint.

Jeder Hund sollte 2 Dummies bringen.

 

Aufgabe 3:

Wieder eine Markierung auf eine bewachsene Schneise, die aber erst nach einer kurzen Verlorensuche aus einem mit Farn bestandenen Gebiet in der entgegengesetzten Richtung gearbeitet werden durfte.

Aufgaben Detlef Henrich

(Aufgabenbeschreibung Kathrin Golze)

 

Aufgabe 1:

Team steht im Wald vor einem kleinen Bachrinnsal, Helfer etwas verdeckt ca 20 m tiefer im lichten Wald.

Es fallen 2 Markierungen mit Schuss in eine Mulde. Die erste gut sichtbar, die andere durch Bäume verdeckt.

Die Dummies liegen in etwa 5-8m auseinander.

Nach der Freigabe wird der Hund auf beide Markierungen geschickt.

 

Aufgabe 2:

Team steht auf einem sehr bewachsenen Weg parallel zum Hang (lichter Wald).

Ein Helfer steht ca. 30m entfernt auf dem Weg, der andere ca 20m hangabwärts.

WalkUp, der untere Helfer wirft eine Markierungen in den Hang, die nach Freigabe gearbeitet werden soll.

Danach weiter walken, der Helfer weiter vorne wirft eine Markierung auf das Team zu, die auch wieder nach Freigabe gearbeitet werden soll.

 

Aufgabe 3:

Team steht vor einem ca 2m hohen bewachsenen Hügel, dahinter liegt ein kleiner Teich. Die Helfer stehen auf der anderen Seite des Teiches.

Die Markierung mit Schuss fällt so dass der Hund maximal den oberen Punkt der Fallbahn sehen kann, er hört das Platschen.

Nach Freigabe kann das Mark gearbeitet werden.

10.07.2022 – Dummy Seminar – Einsteiger und leichte A mit Jana Köstler

Dummy-Seminar mit Jana Köstler 10. Juli 2022 – 17/18 Grad, erst bedeckt, dann sonnig, leichter Wind – perfekte Bedingungen für unser Dummy-Seminar „Einsteiger und leichte A“ mit Jana Köstler (koestler-hundezentrum.de, retrievermeute.de) in St. Johann-Gächingen auf der Schwäbischen Alb, wo Claudia Baumann-Bläsius uns ihr Revier für den Tag zur Verfügung stellte.

 

Uns – das waren 8 Gespanne, und neben vier Golden Retrievern waren bis auf die Toller mit je einem Labrador, Chesapeake Bay, Curly Coated und Flat Coated Retriever alle Rassen vertreten, eine toll gemischte Gruppe mit Hunden zwischen ein und vier Jahren.

 

Gestartet wurde mit kurzer Vorstellungsrunde und der Frage nach den individuellen Erwartungen an den Tag, die von ganz offen, da erste Berührung mit Dummyarbeit überhaupt, bis hin zu Verhalten des Hundes bei Arbeit in Gruppen reichte, und dann ging es auch schon los:

 

Alle Hunde wieder in die Fahrzeuge, und einzeln hat Jana sich bei einigen Schritten Fussarbeit und ein bis zwei Apporten zunächst ein Bild vom Stand des jeweiligen Teams gemacht. Dabei jedesmal für Alle erläutert, was sie beobachtet, wie sie es interpretiert und welchen Schluss sie (für die nächste Aufgabe) daraus zieht, so dass jeweils Alle voneinander profitieren konnten.

 

Darauf aufbauend ging es dann in die Gruppenübungen – Arbeiten von Markierungen, erstes Einweisen, Überlaufen von Fallstellen. Dabei immer Feedback für das einzelne Team, ergänzt um Theorie für alle zu den Grundbegriffen des Apportierens und den unterschiedlichen Apportierarten, aber eben auch zu Orientierung und Grundgehorsam, Lernen und Korrektur oder Stress und Entspannung.

 

Wie kann ich sauberes Aufnehmen erleichtern? Wie motiviere ich, dass mein Hund gerne mit der Beute zu mir zurückkommt und sie abgibt? Wo muss ich warum besonders kleinschrittig aufbauen? Wie klar bin ich in meiner Kommunikation mit dem Hund (Manchmal ist viel weniger viel mehr!)? Wie kann ich meinem Hund helfen zu entspannen?

 

Das waren nur einige der Fragen, an denen wir vorbeigekommen sind.

 

Resümee:

Ein rundum gelungenes Seminar, bei dem Alle zum Schluss die Frage „Ob Dummy wohl was für uns ist?“ aus vollem Herzen mit „jaaaa!!“ beantworten konnten.

 

Ein Seminar, das den Dreiklang Grundgehorsam – Vertrauen – Spass sehr unterstrichen hat.

 

Wir haben alle viel gelernt und jede(r) einzelne von uns hat individuelle Ansatzpunkte zur weiteren Arbeit.

 

Herzlichen Dank an Jana für dieses wertvolle Seminar, für das Teilen Deiner langjährigen Expertise und für offenes und wertschätzendes Feedback.

 

Danke an Katrin als Helferin und last but not least an Claudia für Organisation und Gelände.

 

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung (und wer dann den Kuchen mitbringt, haben Maya und Henry für ihre Herrchen ja erfreulicherweise schon „geregelt“).

 

Gudrun mit “Louy” – Flaterix Advanced System

Impressionen

07.11.2021 – Begleithundeprüfung (BHP)

Der Sonntag begann früh und es war kalt an diesem Morgen.

Das machte aber nichts aus, denn endlich war der Tag der BHP gekommen. Lange mussten wir warten, denn Corona hatte uns allen eine unfreiwillige Pause abverlangt. Aber jetzt konnte es losgehen.

 

Pünktlich wurden wir von unserer Sonderleiterin Marleen Baumann und dem Richter Jürgen Knaut begrüßt.

Im Vorfeld hatten schon alle den Sachkundenachweis abgelegt, die erforderlichen Unterlagen abgegeben und als Glücksbringer „Beifuß“ und einen Schoko-Marienkäfer erhalten.

 

8 Hunde (7 bezaubernde Damen und 1 Charmeur) und deren Hundeführer*innen waren bereit und schnell fanden sich die 4 Paarungen zusammen, so dass wir direkt mit der Unbefangenheitsprobe starten konnten.

Der einzige Rüde in der Runde (mein Flat Rémy) durfte mit mir als erstes an den Start.

Mit ein paar „Unsicherheiten“ in der Ausführung lief es mit dem Laufschema Leinenführigkeit und Freifolge recht ordentlich. Jetzt kam es allerdings zu dem weitaus schwierigeren Teil!

 

Die Sorge trieb wohl fast jeden von uns um. Schaffte es mein „neugieriger Blitz“ 10 Minuten an einer Stelle liegen zu bleiben?

Unser „Partnergespann“ war in seinen Ausführungen schnell und präzise. Nach einer gefühlten Ewigkeit gab mir der Richter das Zeichen, dass ich zurück zu meinem Flat durfte. Ich drehte mich um und er „saß“ an Ort und Stelle und schaute mich neugierig an. Völlig egal, denn das Wichtigste: Er war nicht eingesprungen und damit war er nicht allein, denn auch keiner der anderen Hunde sprang an diesem Tag ein!

Weiter ging es mit Team 2, 3 und 4. Jeder hatte ein paar „Unsicherheiten“, worauf unser Richter Jürgen Knaut jeweils im Anschluss mit Hinweisen, Tipps und Hilfestellungen einging, und ansprach was wir verbessern könnten oder worauf wir achten sollten.

 

Alle Teams hatten den A-Teil bestanden, Erleichterung machte sich breit und die Anspannung fiel ein bisschen ab.

Bevor wir gemeinsam in den B-Teil starteten, gab es erstmal eine Kaffeepause bei der sich sogar die Sonne blicken ließ und uns ein bisschen aufwärmte.

Dann ging es weiter in das hübsche Städtchen Weil der Stadt. Unser Richter hatte sich einige spannende und ungewöhnliche Situationen für uns ausgedacht. Vom nahe vorbei fahrenden und hupenden PKW, den Gang durch einen engen Torbogen und ein sich vehement in den Weg stellender Fußgänger, bis zu Wasserspritzern aus einem der vielen Brunnen.

 

Unsere Hunde wurden jeweils angebunden, alleine gelassen und zur Ablenkung wurde noch ein vorbeilaufendes Mensch/Hundeteam losgeschickt, Treppenlaufen, fremde Hunde, Fußgänger, Kinder, Fotos machende Touristen und als Höhepunkt ein Besuch der Kirche inkl. elektrischer Glasschiebetür und sich automatisch öffnender Kirchentür kamen als Herausforderungen dazu.

 

Alles kein Problem für unsere Hunde und damit wurde auch Teil B von Allen gut gemeistert. Mit großer Erleichterung und zur Freude aller 8 Teams wurde die Begleithundeprüfung erfolgreich bestanden und im Anschluss die Urkunden ausgehändigt.

Ein guter Tag, der Lust gemacht hat auf mehr!

Danke an die Gruppe, die interessanten Gespräche, den Erfahrungsaustausch und ein herzliches Dankeschön an Marleen Baumann und ihr Team für die tolle Organisation! „Beifuß und Glückskäfer“ haben ihre Wirkung nicht verfehlt!

 

Unser ganz besonderer Dank geht an den sehr coolen, motivierenden, aus reichem Erfahrungsschatz schöpfenden, menschlichen und fairen Richter, Jürgen Knaut.

 

Es hat Spaß gemacht und so soll es sein!

Iris Bahne mit MILEY´s Amber Of Heart Rémy

30.10.2021 – BHP-Vorbereitungsseminar mit Jürgen Knaut

Mit einer freundlichen Begrüßung der 7 Teams durch unseren Richter und Referenten Jürgen Knaut starteten wir ohne Hund auf der großen Wiese bei einem traumhaften sonnigen Herbsttag mit den ersten wichtigen Tipps für unsere anstehende Begleithundeprüfung.

 

Unsere Unbefangenheitsprobe mit Chipkontrolle fand im Anschluss statt. Jürgen legte allen ans Herz das Verhalten seines Hundes zu beobachten und ggf.nochmals daran zu arbeiten. Auch die Chipnummer seines Hundes dürfte man wissen 🙂

In zwei Teams traten wir unseren Probelauf an und Mensch+Hund konnten zeigen wie gut sie sich bisher vorbereitet hatten. Nach jedem Lauf erhielt jeder Teilnehmer ein ausführliches Feedback.

Jürgen analysierte Mensch und Hund was man schnell zu seinem Vorteil umsetzen konnte, aber er erwartete auch von allen anderen Teilnehmern genau hin zu schauen um Fehler zu erkennen und zu lernen.

 

Immer wieder hieß es Körperspannung, eure Hunde lesen eure Körperhaltung. Du führst Deinen Hund mit der Leine, stimmt, aber diese ist nicht auf Spannung, sondern hängt locker zwischen Dir und Deinem Hund. Wann man mit dem linken und wann man mit dem rechten Fuß losgeht. Aber vor allem das man als Einheit, als Team losgeht!

Nun ging es in den zweiten Teil des Seminars über. Köpfe rauchten, die erste Nervosität legte sich und jeder hatte die Möglichkeit die Tipps mit seinem Hund zu üben. Auch da stand Jürgen jedem Teilnehmer zur Seite.

Womit wohl keiner gerechnet hatte, war der zweite Durchlauf nach dem Training. Doch genau da sah man was für eine deutliche Verbesserung jedes Team ablieferte! Es gab für jeden nochmals eine Rückmeldung um bis zur Prüfung seine Ausführung optimieren zu können.

Ein großes Dankeschön an Marleen für die Organisation und an Dich Jürgen für das lehrreiche Seminar und Deine Geduld für jeden einzelnen Teilnehmer!

Aleksandra Kopp mit Castle of Roman’s Charming Chili