VeteranenAlttrifftJung2019

Wer sagt denn, dass Veteranen langsam sind?

Eigentlich war Guinness schon seit 2 Jahren aus dem Dummytraining raus und wurde „nur“ noch jagdlich geführt.
Nachdem aber die Züchterin unserer ersten Goldenhündin Fame sich bei uns meldete und fragte, ob wir nicht bei
"Alt trifft Jung 2019" als Team starten wollten, freundete ich mich schnell mit dem Gedanken an, mal wieder
auf einen Workingtest zu gehen – zumal dieser ja auch fast vor der Haustüre stattfand.

Gesagt getan, mal kurz ein Team aus zwei A-Hunden und meinem Veteran gebildet und die Anmeldungen
für den Einzel- und Teamwettbewerb abgeschickt. Dann noch ein paar Trainingseinheiten mit dem Team und Freunden absolviert und schon waren wir wieder in der Spur und auch in der Workingtestwoche angelangt.

Die Enttäuschung war groß, als dann kurzfristig der Teamwettbewerb mangels Anmeldungen abgesagt werden musste. Aber zumindest der Einzelwettbewerb am Samstag mit 17 A-Hunden und 4 Veteranen (je zwei hatten kurzfristig in A und V abgesagt) konnte stattfinden.

Anfahrt und Anmeldung ok, kurze knackige Begrüßung durch die Sonderleitung Marleen Baumann und Prüfungsleiter Detlef Henrich und schon konnte es ins Gelände zu den Aufgaben gehen.

Aufgabe 1 bei Iris Renner
Kurze Markierung bei 50m und in der Verlängerung über einem Graben hinweg Markierung bei ca. 70m in einer Wiese.
Die kurze Markierung musste zuerst geholt werden, danach die lange Markierung über die erste Fallstelle hinweg.
Hier meinte Iris Renner erstaunt: „Oh, das geht ja bei den Veteranen noch ganz schön schnell“

Aufgabe 2 bei Iris Renner
Walk-Up auf der Wiese mit zwei Hunden. Marks fallen in ca. 40m Entfernung und Hunde müssen über Kreuz geschickt werden.

Aufgabe 3 bei Detlef Henrich
Kurze Suche in hinter einem Graben liegenden ca. 15x15m Suchengebiet im Wald mit dichtem Bewuchs. Ziel war es den Hund im Suchengebiet zu halten und 3 Dummies nach Hause zu bringen.

Aufgabe 4 bei Detlef Henrich
Beschossene Markierung bei 50m auf einem Waldweg. Danach Schuss durch den zweiten, 20m nach hinten versetzt stehender Helfer in die Tiefe des Waldweges. Das Blind lag auf einer nicht einsehbaren Stelle im Waldhang rechts vom Weg, wobei eine Farninsel als Tiefenbegrenzung angegeben wurde.
Aufgabe war die kurze Markierung zuerst zu holen um dann den Hund über die alte Fallstelle hinweg nach hinten, bei der Farninsel zu stoppen und nach rechts in die Suche zu schicken.

Aufgabe 5 bei Michael Renner
Hund und Führer stehen zwischen zwei Waldhängen.
Markierung 1 fällt in einen sehr dicht bewachsenen und mit viel Altholz versehenen Steilhang in ca. 50cm hohem Grün.
Markierung 2 fällt gut sichtbar in einen gegenüberliegenden Steilhang im Wald.
Aufgabe war es, die Markierung 1 zuerst zu holen, wobei der Hund im hohen Bewuchs selten sichtbar war, danach Drehung um 180 Grad auf die Markierung 2. Hier galt es erst noch einen tiefen Graben zu überwinden, bevor es in den Steilhang hoch ging.

Aufgabe 6 bei Michael Renner
Nach Abarbeiten der Markierung 2 gab der Helfer einen Schuss in Richtung Hang ab. Der Hund musste dann am Helfer und der alten Fallstelle vorbei, weitere 20m den Berg hinauf auf ein Blind geschickt werden.

Alle Aufgaben waren machbar, wenn auch teilweise etwas tricky. Zudem merkte man bei den Aufgaben 5 und 6, dass der Akku unserer Veteranen doch schon etwas zu Neige ging.
                                                                                                                                                                                                                                           
Durch die kleinere Teilnehmerzahl, aber auch aufgrund eines respektvollen Miteinanders der Anfänger und Veteranen, waren um 13 Uhr die Aufgaben abgearbeitet und alle konnten zum gemütlichen Teil des Tages übergehen.

Am Ende konnte sich bei den Veteranen Wittgenstein’s Golden Ingenious Guinness knapp vor Ches-Shores Taia for Sea’n Land durchsetzen.

Ein Dankeschön an das Orga-Team Silke Körper, Petra Theurer und Marleen Baumann für den herzlichen Empfang und die tolle Organisation, an die Revierinhaber für die Bereitstellung des Prüfungsgeländes und natürlich an das Richterteam Iris und Michael Renner sowie Detlef Henrich für die tollen Aufgaben und fairen Bewertungen.

Es war ein toller Tag inmitten netter Leute und wir Veteranen, also die V-Hunde und die V-Führer hatten sehr viel Spass.
Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und es wäre super, wenn an einem so schönen Workingtest noch mehr Veteranen teilnehmen würden.

Dietmar Erb mit Wittgenstein’s Golden Ingenious Guinness

von links

3. Platz - Glen Mhor’s Pipilotta (Heidrun Keen)

2. Platz - Ches-Shores Taia for Sea’n Land(Claudia Breitgoff)

1. Platz - Wittgenstein’s Golden Ingenious Guinness (Dietmar Erb)

4. Platz - Urmel vom Angelfeld (Charlotte Berghaus) Judges Choice und ältestes Gespann