Jagdliche Hundearbeit in der BZG

So vielfältig unsere sechs Retrieverrassen sind, so breit ist auch das Spektrum ihrer jagdlichen Einsatzmöglichkeiten. Als Stöber- und Apportierhunde gemäß des FCI-Standards sind sie ursprünglich überwiegend als Spezialisten für die Arbeit nach dem Schuss gezüchtet worden und dieser Aufgabenbereich wird auch nach wie vor auf den verschiedenen Jagdprüfungen im DRC abgefragt. Zur Vorbereitung auf diese Prüfungen, wie z. B. die JP/R, BLP und RGP, bietet unsere Bezirksgruppe verschiedene Kurse an. Hier findet für die Teilnehmer eine gründliche Einarbeitung in die vier Fachgruppen Wald-, Feld- und Wasserarbeit sowie allgemeines Verhalten/Gehorsam & Arbeitsfreude statt. Unsere jagdlichen Ausbilder beraten Sie gerne noch ausführlicher.
 

 

Zur Waldarbeit gehören die freie Verlorensuche sowie eine Schleppe über mindestens 300 Meter Länge, die das natürliche Fluchtverhalten des Hasen simulieren soll. Weitere Waldfächer - je nach Prüfungsniveau - sind das Buschieren und das Bringen von Fuchs über ein Hindernis. Die Schweißarbeit auf der Tag- oder Übernachtfährte wird u.a. bei der RGP (Retrievergebrauchsprüfung) geprüft, denn obwohl die verschiedenen Retrieverrassen ursprünglich nicht dafür gezüchtet worden sind, gehört dennoch Nachsuchen auf krankes Schalenwild zur waid- und tierschutzgerechten Jagdausübung und heutzutage zur alltäglichen Praxis in unseren Revieren.

Die Feldfächer beinhalten den Bereich Standruhe und Merken in Form eines Walk-Up, eine 200 Meter-Schleppe sowie - als Königsdisziplin und besonderes Merkmal der ausgezeichneten Lenkbarkeit unserer Retriever - das Einweisen auf zwei Stück Federwild im offenen Gelände mit guter Bodendeckung.In der Fachgruppe Wasserarbeit beginnt man bei der Jugendprüfung mit einer Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer. Die Schwierigkeit dieses Fachs steigert sich dann bei den folgenden Jagdprüfungen, hinzu kommen außerdem die Feststellung der Schussfestigkeit am Wasser, das Stöbern ohne und schließlich mit lebender Ente im deckungsreichen Gewässer.

Und schließlich wird das allgemeine Verhalten - Führigkeit, Gehorsam und Arbeitsfreude - bei allen Jagdprüfungen während des gesamten Prüfungsablaufs beurteilt und zum Teil auch noch einzeln abgeprüft. Dazu zählen die Leinenführigkeit wie auch die Freifolge, das Ablegen außer Sicht und die Feststellung der Schussfestigkeit sowie das Verhalten auf dem Stand.

Sinn und Aufgabe der jagdlichen Prüfungen im DRC sind die Feststellung der Anlagen, die Beurteilung des Gehorsams mit und ohne Wildberührung und schließlich die Bewertung der Leistungsfähigkeit im waidgerechten Jagdbetrieb bei der Arbeit nach dem Schuss. Diese gründliche Ausbildung, die Vorbereitung und auch der Nachweis dieser vielseitigen Einsatzmöglichkeiten unserer Hunde, trägt zur zunehmenden Akzeptanz der Retriever in weiten Kreisen der Jägerschaft wesentlich bei. Als Zuchtverein und Mitglied im Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) ist eines der wichtigsten in der DRC-Satzung festgelegten Ziele die Förderung und Erhaltung der jagdlichen Eigenschaften unserer Retriever.


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