Am Sonntag - 29.Juni 2014 - war es soweit - der 1. Schönbuchtrial mit dem klingenden Namen MOCK TRIAL an der Klifflinie in bilderbuchschöner Landschaft bei Gerstetten - zwischen Geislingen a.d.Steige und Heidenheim - hat stattgefunden. 

Bei nicht ganz so heißen Temperaturen wie es in den letzten Wochen war - eher regenverhangenen Wolken konnten 17 Teilnehmer zu Novice und Open unter der Leitung von Richter Michael Hahn und seinem niederländischen Kollegen Richter Ton Buijs sowie Steward of the Beat Julia Brendebach starten.

Auch wenn das eine oder andere Team die sehr anspruchsvolle Prüfung nicht bestanden haben, hat es allen sehr gut gefallen und es gab viele hervorragende Resonanzen.

Wir danken insbesondere dem Richterteam sowie dem Steward of the Beat für ihr Kommen, aber auch unserer Karin Schock.Sie hat eine solche Veranstaltung erst möglich werden lassen.  Der Mock Trial wird künftig ein fester Bestandteil in unserer BZG sein.

Ein ganz herzlicher Dank geht an Familie Zimmermann, die uns freundlicherwiese ihr Revier zur Verfügung gestellt hat und all den vielen Helfern, die ihren vollen Einsatz gaben, um diese Prüfung Wirlichkeit werden zu lassen. 


Silke Körper


Ralf Janik's Bericht als Erstplatzierter

Das Abenteuer Mocktrial begann für meinen Hund und mich am Sonntagmorgen um halb neun vor dem Bahnhof in Gerstetten auf der rauen schwäbischen Alb. 
Obwohl diese Art der Prüfung eher noch weniger bekannt ist als der „normale“ Workingtest hatten sich 10 Teams getraut und in der Klasse Novice gemeldet. Unsere Sonderleiterin Karin Schock hatte alles ganz toll vorbereitet und die Stimmung bei der allgemeinen, herzlichen Begrüßung war trotz eher bescheidenem Wetter und leichter Nervosität beim Einen oder Anderen schon von Beginn an absolut super und man hatte viel zu lachen.

Nachdem dann quadratisch, praktisch, gut die Startnummern gelost waren und die Reihenfolge feststand ging es im Konvoi ins nahegelegene, wunderschöne Revier von Thomas und Gabi Zimmermann, das für diese Art von Prüfung wie gemalt war. Hier erwarteten uns bereits
unsere Richter Michael Hahn und Ton Buijs sowie Chief Steward Julia Brendebach mit einer großen Anzahl fleißiger Helfer, die sich alle schon mit Flinten und Dummys  „bewaffnet“ hatten. Bevor es los ging gab es noch aufmunterte Worte und wichtige Informationen über das, was 
man von einem Mocktrial wissen sollte.

Der Trial begann dann mit einem Walkup, gefolgt von einem Standtreiben, bei dem im Anschluss einige Markierungen und auch Blinds zu arbeiten waren und endete dann nach fast 3 Stunden mit dem abschließenden „Runoff“. „Trial beendet!“ schallte es über die Heide.

Damit ging es zurück zu unserem Ausgangspunkt, an dem Silke und Arnold Körper mit ihrem Team in der Zwischenzeit ein Catering im oberen Sternebereich aufgebaut hatten. Vier Pavillons, Bierbänke, Kaffee, Kuchen, belegte Brötchen in allen Variationen, kalte Getränke…es war einfach alles da…super! Dazu ein Haufen netter Leute, humorvolle Gespräche , viele kleine Späßchen, ganz viele Lacher…die Zeit bis zur Siegerehrung  verging wie im Flug. Für mich fast zu schnell…

So endete dann der erste Schönbuchtrial „an der Klifflinie“ der Klasse Novice und ich möchte mich natürlich, sicher auch im Namen aller meiner Mitstarterinnen, ganz, ganz herzlich bedanken! Bei unserer Karin, die diesen Tag mit viel Herzblut und Aufwand super organisiert hat. Bei
Thomas und Gabi für das tolle Revier und die Möglichkeit solche Veranstaltungen abhalten zu dürfen. Ihr seid spitze! Bei Micha und Ton für das humorvolle aber stets faire Richten und bei Julia für die tolle Betreuung und die kleinen Hilfestellungen während des Trials. Man hat sich bei euch einfach gut aufgehoben gefühlt! Bei Silke und Arnold mit ihrem Team, euer Catering hat die Latte ganz schön hoch gelegt! Bei den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen. Ihr seid das Alpha und das Omega…ohne euch würde gar nix gehen! Das kann man gar nicht oft 
genug wiederholen! Danke! Danke! Danke!

Und last but not least vielen, vielen Dank an alle Teams, die mit uns am Start gewesen sind. Es war eine super freundschaftliche Atmosphäre und es hat mir riesigen Spaß gemacht, so viele tolle Gespanne bei der Arbeit zu sehen. Und das man bei solchen Prüfungen immer auch
einen Haufen Glück braucht, dieses aber nicht immer hat, ist ja nix Neues…

Viele Grüße                                                                                                                                                          
Ralf Janik mit Alois Maluelri vom Eisenschlag


1. Mock-Trial an der Klifflinie" bei Gerstetten

Die DRC Bezirksgruppe Schönbuch veranstaltete am 29. Juni 2014 den 1. Mock-Trial (MT). Ich fand es ganz toll, dass es ein solches Angebot bei uns im Raum Südwest gab. Die Organisation und der gesamte Ablauf der Prüfung waren perfekt organisiert von Sonderleiterin Karin Schock.

Für mich persönlich liegt der Reiz eines MT darin, dass Hund und Hundeführer die ganze Zeit über am Geschehen teilnehmen und weil diese Art der Hundearbeit der jaglichen Arbeit mit dem Hund besonders nahe kommt. Vom Prinzip her hat man die gleichen Aufgaben, die einem bei einem Field Trial begegnen, nur mit dem Unterschied, dass keine echten Vögel vom Himmel fallen.

Im Vergleich zu einem Workingtest (WT), bei dem die Aufgaben vorher von den Richtern klar festgelegt werden, weiß man bei einem MT vorher nicht, was als nächstes geschieht. Bei einem WT werden für alle Teilnehmer annähernd gleiche Bedingungen geschaffen.

Die O-Gruppe bestand aus 7 Teilnehmern. Während des walkups ergaben sich für uns immer wieder neue und überraschende Situationen. Diese Art der Prüfung ist sehr spannend und verlangt den Hunden und Hundeführern große Aufmerksamkeit für jede Markierung ab, welche plötzlich vor-, hinter-, rechts oder links von einem fallen kann.

Nach dem walkup fand für ca. 10 Minuten ein heftiges Treiben statt. Wir Hundeführer standen mit unseren Hunden mit dem Rücken zum Treiben und konnten nur ahnen, was sich da so hinter uns abspielte... An verschiedenen Stellen waren Schützen und Werfer positioniert, so dass uns die meisten Dummys von hinten über die Köpfe flogen. Insgesamt wurden 26 Dummys geworfen und alle wurden mit der Flinte beschossen.

Von den 26 Dummys wurden 20 Stück von den Helfern wieder aufgehoben, die restlichen 6 Dummys mussten als „blind“ gearbeitet werden. Die Schwierigkeit an diesem Treiben lag insbesondere in dem langen und ausgiebigen Treiben, sowie der langen Pause dazwischen, was den Hunden in Bezug auf Standruhe viel abverlangte.

Danach wurden blinds in einer Entfernung von ca. 150-200 m gearbeitet.  Die Richter legten großen Wert darauf, dass sich der Hund im Suchengebiet halten lässt, wenig Gelände beansprucht, die Kommandos des Hundeführers gut annimmt und dadurch schnell zum Stück kommt.

Das Finale wurde durch die Arbeit einer Dublette (Markierung 2 gleichzeitig geworfener Dummys) entschieden, die von den beiden übrig gebliebenen Hunden gearbeitet werden mussten. Wie bei allem im Leben, gehört auch immer eine Portion Glück dazu und an diesem Tag war das Glück auf meiner/unserer Seite. 

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Karin Schock bedanken, die den MT  überhaupt ermöglichte und alles super organisierte. Vielen herzlichen Dank an die Richter, Steward, Helfer, Reviergeber und an die anderen Teilnehmer für das faire und gute Miteinander. Einfach VIELEN DANK an ALLE – die uns Teilnehmern diesen tollen Tag ermöglicht haben.

Rainer Kern mit Stoatshead Agito (Spiky)


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